Gewitter bremsen den RömerMan aus

Angesichts von Unwetterwarnungen fällt das Schwimmen in Ladenburg aus / Fabian Rahn und Lena Berg siegen beim improvisierten Duathlon

"Bike & Run" statt Triathlon in Ladenburg: Der 18. RömerMan war wegen einer Gewitterwarnung nicht wie üblich mit dem Schwimmen auf dem Neckar gestartet worden. Nach Startnummern gruppenweise sortiert, ging es gleich auf die 42 Kilometer lange und diesmal regennasse Radstrecke durch den vorderen Odenwald. Wieder zurück im Römerstadion wechselte der favorisierte Reutlinger und EM-Dritte Michael Göhner mit einer Minute Vorsprung gegenüber Julian Mutterer (Süßen) als erster auf die zehn Kilometer lange Laufstrecke.

Alles sah nach dem erwarteten Sieg des 32-jährigen Langstrecken-Profis und EM-Dritten mit der Startnummer 1 aus: Doch am Ende triumphierte mit dem 26-jährigen Fabian Rahn (SSC Karlsruhe) der Deutsche Vizemeister im Duathlon (Radfahren/Lauf). "Ich wusste, dass ich auf dem Rad meine Chance habe", sagte Rahn nach seinem Sieg in 1:42:40 Stunden. So hatte Rahn (Startnummer 6) eigentlich geplant, dem Spitzenpulk davon zu fahren.

"Dann hat es mich aber auf der nassen Abfahrt gelegt und ich habe den Anschluss nicht mehr gefunden", schildert der Sieger dramatische Momente. Beim Laufen setzte der Lehramtsstudent alles auf eine Karte. "Ich habe knallhart durchgezogen und bin genau bei Kilometer sieben an Göhner vorbei." Die Absage des ersten Wettkampfteils sei "auf jeden Fall vernünftig" gewesen, zeigte Rahn, der von dieser Entscheidung profitiert hatte, ebenso Verständnis für die Veranstalter von der Ladenburger Sport-Vereinigung wie auch Göhner.
Verständnis für Veranstalter

"Dass es den Rennverlauf beeinflusst hat, ist klar, aber letztendlich sind wir alle froh, dass wir überhaupt starten durften. Die Entscheidung des Veranstalters muss man absolut akzeptieren und respektieren, wenn es da Unwetterwarnungen gab", sagte Göhner. Der Zweitplatzierte vor dem Griesheimer Paul Schuster gestand: "Natürlich hätte ich gerne gewonnen. Aber ich habe vor drei Wochen einen Langdistanz-Triathlon absolviert. Da fehlte einfach die Spritzigkeit hinten raus. Ich habe zwar beim Radfahren versucht, einen ausreichend großen Abstand zu schaffen, aber Fabian ist extrem schnell gelaufen."

Dass sie die favorisierte Koblenzerin Katja Rabe (Thanyapura-Team Thailand) überraschend auf Platz zwei verwies, erklärte die Studentin Lena Berg, die 24-jährige Siegerin der Frauenwertung vom SV Nikar Heidelberg und Zweite des Mußbach-Triathlons, so: "Für mich war es gut, dass nicht geschwommen wurde, wobei dieser Rad-Blockstart schwierig war, weil man nicht wusste, wer mit welchen Abständen noch hinter einem kommt."

So wurde vorläufig die Mannheimerin Kati Rudolph als Drittschnellste gefeiert, bis Eva Katz (Hatzenbühl) noch aus einer hinteren Startgruppe mit einer um 24 Sekunden besseren Zeit ins Ziel kam und Rudolph vom Podest verdrängte.

Quellle: Mannheimer Morgen, Montag, 23.07.2012