Wann kommen die Deutschen Meisterschaften?

Da hatte "RömerMan"-Sieger Sebastian Kienle etwas losgetreten. "Das Publikum hier ist Wahnsinn, die deutschen Meisterschaften in München vor einigen Tagen waren nichts dagegen – eigentlich sollte Ladenburg im kommenden Jahr den Zuschlag für die nationalen Titelkämpfe erhalten." Nicht minder begeistert vom Ladenburger Publikum, aber in Sachen DM etwas skeptischer, war da schon der sportliche Leiter des "RömerMan", Jürgen Hilberath: "Wir können natürlich nicht bestimmen, dass die DM hier stattfindet, aber es ist auch eine wichtige Frage, ob das Sinn machen würde. Das Ganze ginge dann wohl in Richtung Massenveranstaltung." Eine Bewerbung der Römerstadt gibt es also noch nicht, "aber wenn uns jemand fragt, werden wir es uns auf jeden Fall überlegen", formulierte es Hilberath.

Verstecken braucht sich das Triathlon-Festival mit seinen rund 1300 Startern aber wahrlich nicht, und dass man in der Lage ist, Meisterschaften auszurichten, stellte das 28-köpfige Organisationsteam um Hilberath und Günter Bläß in diesem Jahr mit den baden-württembergischen Meisterschaften eindrucksvoll unter Beweis. Überall – von Athleten und Zuschauern – gab es Lob.

Auch LSV-Leichtathletik-Chef Günter Bläß machte bei der Pressekonferenz am Abend nach einem ersten Weißbier einen entspannten Eindruck: "Wir sind absolut zufrieden mit dem Verlauf." Bei Hilberath hörte sich das kaum anders an: "Wir haben tolle Wettkämpfe gesehen." Bürgermeister Rainer Ziegler lobte den "tollen Sport" und betonte, dass Ladenburg in der Triathlon-Szene einen hohen Stellenwert erreicht habe – nicht zuletzt dank der perfekten äußeren Bedingungen, die die Stadt zum Beispiel mit Deutschlands schönster Parkanlage biete. "Wir möchten diese Position erhalten, wobei wir natürlich die Verträglichkeitsgrenze bei den Anwohnern nicht überschreiten dürfen."

Bei der 13. Auflage passte jedoch einfach alles. Sogar das Wetter spielte mit, nachdem am Tag zuvor noch im Fünf-Minuten-Takt Unwetterwarnungen für den Wettkampftag eingegangen waren, wie Hilberath berichtete. Die angenehmen Lauftemperaturen – im vergangenen Jahr zeigte das Thermometer fast unerträgliche 36 Grad im Schatten – nutzten in diesem Jahr Heidemarie Bläß und Dennis Jahne perfekt aus. Beide sicherten sich den Titel des Stadtmeisters. Einen Vorsprung von vier Minuten hatte Bläß am Ende auf Heike Meiritz, die Zweite wurde, und Gisela Roquette. Etwas mehr als zwei Minuten Vorspung wies Jahne in der Herrenkonkurrenz auf Tobias Hahn auf, den dritten Platz belegte hier Michael Fisches.

Doch nicht nur die Fitness-Triathleten und die Starter beim "RömerMan" zeigten beim Triathlon-Festival Höchstleistungen, schon die Kleinsten der Jahrgänge 98/99 (die so genannten "Delfine") und 96/97 ("Tiger") schwammen, radelten und liefen mit Feuereifer – jedoch noch ohne Zeitnahme.

Quelle: Mannheimer Morgen http://www.morgenweb.de